Wissenschaftliche Fakten zu zwei Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Kunzitsaum beschreibt, an welchen Stellen Zink und Kupfer in der Chemie reaktiver Sauerstoffverbindungen vorkommen, und hält sich beim Wortlaut streng an das, was in der EU freigegeben ist.
Zum MaterialDer weitaus größte Teil des eingeatmeten Sauerstoffs wird in den Mitochondrien vollständig zu Wasser umgesetzt. Ein kleiner Anteil verlässt die Atmungskette vorzeitig — mit einem einzelnen Elektron mehr, als ein stabiles Molekül verträgt. Daraus entstehen reaktive Sauerstoffspezies, die ihr Ungleichgewicht dort ausgleichen, wo sie gerade sind: an Membranlipiden, an Proteinseitenketten, an der Erbsubstanz.
Das ist kein Defekt, sondern ein rechnerischer Nebeneffekt der Zellatmung. Er läuft in jeder Zelle, in jeder Sekunde, und der Organismus hält Enzyme bereit, die solche Zwischenstufen in harmlose Produkte überführen. Einige dieser Enzyme arbeiten nur, wenn ein Metallion an der richtigen Stelle im Protein sitzt.
Genau an diesem Punkt setzt Kunzitsaum an. Wir trennen zwei Ebenen sauber voneinander: die biochemische Beschreibung, die aus der Fachliteratur stammt, und die Formulierungen, die in der Europäischen Union für Zink und Kupfer zugelassen sind. Was die Kommission freigegeben hat, steht auf dieser Seite im Original — und nichts, was darüber hinausgeht.
Beide Metalle kommen im menschlichen Organismus fast ausschließlich gebunden vor: als Ion in einem Enzym, an einem Transportprotein oder in einem Speicherprotein. Frei gelöst wären sie reaktiv, und der Körper lässt das nicht zu. Die folgenden Abschnitte beschreiben die drei Zusammenhänge, auf die sich die zugelassenen Angaben beziehen.
Im Zytosol menschlicher Zellen liegt ein Enzym, das zwei verschiedene Metallionen trägt: eines aus Kupfer, eines aus Zink. Nur das Kupferion wechselt dabei seine Ladung. Es nimmt ein Elektron auf, gibt es im nächsten Halbschritt wieder ab und steht danach unverändert für den nächsten Durchgang bereit. Aus zwei identischen Ausgangsmolekülen werden auf diesem Weg gewöhnlicher Sauerstoff und Wasserstoffperoxid, das anschließend von weiteren Enzymen übernommen wird.
Das Zinkion nimmt an der Reaktion selbst nicht teil. Es sitzt benachbart, verknüpft zwei Bereiche der Proteinkette über eine geteilte Aminosäure und hält damit die Geometrie des aktiven Zentrums stabil. Zwei Metalle, zwei völlig verschiedene Aufgaben im selben Molekül — das ist der Grund, warum beide in derselben Aufstellung der EU auftauchen.
Kupfer wird im Dünndarm aufgenommen und im Blut gebunden weitergereicht — zunächst an Albumin, dann an ein Transportprotein der Leber, das mehrere Kupferatome gleichzeitig trägt. Innerhalb der Zelle übernehmen kleine Begleitproteine die Zustellung: Jedes von ihnen bringt das Ion zu genau einem Zielenzym und gibt es dort direkt weiter, ohne Umweg über den freien Zellsaft.
Der Bestand eines Erwachsenen liegt bei etwa 50 bis 120 Milligramm, verteilt vor allem auf Leber, Gehirn, Nieren und Skelettmuskulatur. Die Leber bilanziert dabei laufend: Was über die Nahrung mehr ankommt, als gebraucht wird, geht über die Galle wieder in den Darm und verlässt den Körper mit dem Stuhl.
Zink erscheint in der Liste der zugelassenen Angaben mehrfach, weil für mehrere Funktionen jeweils eigene Gutachten vorliegen. Eine davon betrifft die körpereigene Abwehr. Zellen des Immunsystems teilen sich bei einer Infektion in kurzer Zeit sehr häufig, und jede Teilung setzt voraus, dass zinkabhängige Proteine an der Genexpression mitwirken können. Fresszellen erzeugen darüber hinaus selbst reaktive Sauerstoffverbindungen, um aufgenommene Erreger abzubauen — ein Vorgang, der zeitlich und örtlich begrenzt bleibt.
Die Angabe steht für sich und ist von der Formulierung zum oxidativen Stress getrennt zu lesen. Beide beziehen sich auf Zink, beruhen aber auf unterschiedlichen Bewertungen und dürfen nicht zu einem einzigen Satz zusammengezogen werden.
Jede zugelassene Angabe gehört zu genau einem Mineralstoff. Deshalb steht sie hier auch bei genau einem Mineralstoff — und der dritte Kasten hält fest, wofür diese Sätze gerade nicht gelten.
Rund zwei bis drei Gramm Zink verteilen sich auf Skelettmuskulatur, Knochen, Leber und Haut. Ein Depot im engeren Sinn gibt es nicht: Der Umsatz läuft über Speicherproteine, die Ionen aufnehmen und wieder abgeben. Der Referenzwert der EU-Kennzeichnung beträgt 10 Milligramm je Tag.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Kupfer kommt im Körper in deutlich kleineren Mengen vor als Zink und ist fast vollständig an Proteine gebunden. Es findet sich unter anderem in Cashewkernen, Kakaopulver, Sonnenblumenkernen und Innereien. Der Referenzwert der EU-Kennzeichnung beträgt 1 Milligramm je Tag.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Verordnung legt den Wortlaut fest, nicht die Wirkung eines einzelnen Produkts. Eine Angabe darf nur verwendet werden, wenn ein Lebensmittel den Mineralstoff in nennenswerter Menge enthält; sie gilt allgemein und nennt weder ein Organ noch eine Krankheit.
Aussagen zur Vorbeugung, Linderung oder Änderung eines Krankheitsverlaufs sind davon nicht gedeckt — unabhängig davon, wie eine Studienlage im Einzelfall aussieht.
Kunzitsaum gibt das Material als PDF heraus: gesetzt für den Bildschirm, mit Tabellen zu beiden Metallen, den Referenzwerten der Kennzeichnung und dem Originaltext der zugelassenen Angaben. Keine Werbung darin, kein Produktverkauf.
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